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Ein Rechenzentrum, das die Bimmelbahn nach Hause bringt.

Wirkung

STAND 08/2026

Quedlinburg ist seit 1994 UNESCO-Welterbe: 24.000 Einwohner, tausend Jahre Fachwerk, und mittendrin ein schwarzes Hochhaus, das seit Jahren leer stand. Was daraus wird, gibt der Stadt Wärme, Gewerbesteuer und einen Ort, den man betreten kann.

Die Bimmelbahn

Der Zug, der Besucher durch die Altstadt fährt, steht in unserem Erdgeschoss.

Eine Touristenbahn dieses Typs

SYMBOLBILD · Bahn gleichen Typs, nicht die Quedlinburger

Die Quedlinburger Bimmelbahn fährt vom Markt durch die Altstadt zum Schlossberg – eine Runde von rd. 45 Minuten, live erklärt vom Fahrer, in der Saison. Ihr Stellplatz liegt im Erdgeschoss dieses Gebäudes. Wer mit ihr ankommt, steigt aus, quert den Flur und steht in der Ausstellung.

Ein Rechenzentrum ist normalerweise ein Zaun mit einer Kamera darauf. Dieses hat eine Adresse, eine Tür und einen Fahrplan.

Fahrten
veröffentlichter Fahrplan des Betreibers
Dauer
rd. 45 Minuten
Saison
Sommersaison
Ausstellung
144 m², direkt gegenüber

Die Wärme

Die Wärme ist für das Fernwärmenetz der Stadt ausgelegt.

Strom, der rechnet, wird vollständig zu Wärme: rd. 21.900 MWh im Jahr im Ausbaufall 3 MW, das sind 2,5 MW IT-Last über ein volles Jahr. Quedlinburg hat dafür bereits ein Netz – 9 km Fernwärme, rd. 43 GWh im Jahr, 99 Übergabestationen. Das Heizwerk steht in derselben Straße wie der Kubus, und die nächsten 175 Wohngebäude am Netz liegen 200 Meter entfernt.

Das Netz liegt vor der Tür

Netzbetreiber
Stadtwerke Quedlinburg
Heizwerk
Süderstadt, 3,5 MW KWK
Adresse
Klopstockweg 21 – unsere Straße
Netz
9 km · 43 GWh/a · 99 Stationen
Nächste Abnahme
175 Wohngebäude, 200–670 m

Ein Anschluss ist damit eine Frage der Übergabestation und der Temperatur – nicht eine Frage von Kilometern neuer Leitung. Gespräche dazu stehen an; Angaben zum Netz stammen aus öffentlichen Quellen.

Wärme im Verhältnis zum Netz der Stadt

Fernwärmenetz Quedlinburg, ganzes Jahr

43.000

Abwärme dieses Gebäudes

21.900

Gesetzlich zu nutzen ab 2028 (15 %)

3.285

rd. 7,6 Prozent des gesamten Jahresdurchsatzes der Stadt

MWh/a

0
15.000
30.000
45.000
Netzdaten Stadtwerke Quedlinburg, Gebäudezählung aus dem amtlichen Liegenschaftskataster. Die Rückkühlung im Hof bleibt ganzjährig die gesicherte Senke – im Sommer nimmt kein Heiznetz Wärme ab.

Effizienz

Der sauberste Strom ist der, der nie gebraucht wird.

Ein PUE von 1,20 heißt: auf jede Kilowattstunde Rechenleistung kommen 0,20 kWh für Kühlung, USV und Verluste. Der deutsche Bestand liegt im Schnitt bei 1,55. Bei gleicher Rechenleistung sind das 0,875 MW weniger – dauerhaft.

Nie verbrauchter Strom
7.665 MWh/a
Vermiedene Emissionen
rd. 2.600 t CO₂/a

Stromaufnahme bei 2,50 MW Rechenleistung

Gleiche IT-Last im deutschen Durchschnitt

33.945

bei PUE 1,55 (Bitkom)

Dieses Gebäude

26.280

bei PUE 1,20 – rd. 23 Prozent weniger

MWh/a

0
12.000
24.000
36.000
Volllast über 8.760 Stunden. Durchschnittswert aus der Bitkom-Marktstudie.

Das Gesetz

Deutschland hat die strengsten Regeln Europas. Hier steht, wo dieses Gebäude bei jeder einzelnen steht.

Das Energieeffizienzgesetz gilt für Rechenzentren ab 300 kW – dieses hat 3.000. Vier Anforderungen, und wo das Projekt steht.

01

PUE höchstens 1,2

Erreicht durch Auslegung: Kühlung direkt in der Rackreihe, freie Kühlung am Boden im Hof, kurze Wege. Kältemaschinen laufen an rd. 150 Stunden im Jahr.

erfüllt
02

100 % Strom aus erneuerbaren Energien, bilanziell, ab 2027

450 kWp Photovoltaik sind bereits an Fassade und Dach montiert; der übrige Bedarf wird als Grünstrom beschafft.

eingeplant
03

Energiemanagementsystem, EnEfG §12

Ausgelegt nach EnEfG §12: Messung je Stromkreis und je Last, ein gemeinsames Betriebsbild und der Berichtsweg, an dem ein zertifiziertes System geprüft wird. Die Zertifizierung folgt der Inbetriebnahme; sie ist keine Auslegungsentscheidung.

im Verfahren
04

15 % Abwärmenutzung ab Inbetriebnahme

Das Fernwärmenetz der Stadt liegt vor der Tür. Zu klären bleiben die Übergabestation, die Wärmepumpe, die 35 °C auf Netztemperatur hebt – und die Vereinbarung mit dem Netzbetreiber.

Netz vorhanden

Der Boden

Kein Quadratmeter wird neu versiegelt.

Kein Quadratmeter wird neu versiegelt.

Das Gebäude steht seit 1983 auf diesem Grundstück. Es wird umgebaut, nicht ersetzt: kein Aushub, kein neuer Baugrund, kein zweites Tragwerk. Von rd. 9.500 m² sind zwei Gebäude belegt; die Kühlung braucht rd. 161 m² der offenen Fläche.

Luftbild des Grundstücks: der Kubus und die offene Fläche

LUFTBILD · der Kubus und die offene Fläche, die offen bleibt

0
2.500
5.000
7.500
9.497
Kubus
622
Nachbargebäude
274
offene Fläche
8.601

Flächen aus dem Liegenschaftskataster, maßstäblich dargestellt.

Was die Stadt davon hat

Das Gebäude läuft im Regelbetrieb unbemannt. Der Nutzen für Quedlinburg liegt nicht in der Lohnliste, und das sagen wir vor der ersten Bürgerversammlung statt danach.

Wärme

Bis zu 3.285 MWh im Jahr könnten ins bestehende Fernwärmenetz gehen – rechnerisch rd. 7,6 Prozent dessen, was das Netz der Stadt im Jahr liefert.

Gewerbesteuer und Gewerke

Gewerbesteuer an diesem Standort, und lokale Handwerksleistungen über die gesamte Bauzeit.

Ein Ort statt eines Leerstands

Ein Gebäude ohne Nutzung bekommt eine – ohne dass am Ortsrand eine neue Halle entsteht. Mit 144 m² Ausstellung, gegenüber dem Stellplatz der Bimmelbahn.

Wohin sonst.

Der Rest der Website, samt dem, was eine Prüfung braucht, und dem, was das Gesetz verlangt.